Weihnachtskekse zum Nachbacken

Weihnachtskekse backen im Tennengau | Salzburger Land
Fertige Ischler Kekse

Was im Advent natürlich nicht fehlen darf, sind selbstgebackene Weihnachtskekse. Die Auswahl ist dabei riesig, jedoch bleibt man sich meist seinen Lieblingsrezepten treu und probiert vielleicht pro Jahr ein bis zwei neue Weihnachtskekse aus. Meine absoluten Lieblings-Weihnachtskekse sind die „Ischler-Törtchen“ die ich heute erstmals selbst (mit)gebacken habe.

Gerne verrate ich Euch unser Familien-Rezept aus dem sicher über 20 Jahre alten Dr. Oetker Kochbuch „Backen macht Freude„.

Es ist gar nicht so einfach bei diesen noch warmen Temperaturen Lust und Zeit zu finden, diese häusliche Arbeit zu machen – besonders auf einem Bauernhof. Es bäckt sich bei Schneefall einfach noch um einiges besser, aber wenn wir darauf warten gibt es zur Adventszeit noch keine Kekse und am Wochenende ist doch schon der erste Advent! Mein Tipp: Weihnachtslieder hören beim Keksal backen steigert die Vorfreude auf Weihnachten und die Lust zu Backen 🙂 Aber nun zum Rezept – viel Spaß beim Nachbacken…

Rezept „Ischler Törtchen“

Die Zutaten reichen für rund 50 Kekse und man benötigt dafür um die 2-3 Stunden. Da wir die Kekse zu Zweit und auch eine doppelte Maße gemacht haben, sind diese Angaben nur von mir geschätzt.

  • (Mürb)Teig: 20 dag Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 10 dag Staubzucker, 1 Päckchen Vanille-Zucker, 18 dag Butter, 10 dag geschälte/geriebene Mandeln
  • Füllung: 3-4 Esslöffel Marillenmarmelade
  • Glasur: 1 Becher Tortenglasur
  • Zum Verzieren: 3 dag gehackte Pistazien

Für den Teig das mit Backpulver gemischte Mehl auf ein Nudelbrett oder auf die Küchenplatte (Marmor ist dafür sehr gut geeignet) sieben und in die Mitte eine Vertiefung eindrücken. Darin Zucker, Vanille-Zucker, die geriebenen Mandeln und die in Stücke geschnittene kalte Butter geben.  Von der Mitte aus nun alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig etwas klebt, einfach eine Zeitlang kurz kalt stellen.

Danach den Teig rund 2 – 3 mm dick mit einem „Nudelwoiga“ (Nudelholz) ausrollen. Dabei ist zu achten, dass der Teig nicht anklebt und somit öfters mit Mehl bestäubt und öfters gewendet wird.

Wenn der Teig gleichmäßig ausgerollt wurde, kann mit dem Ausstechen begonnen werden. Der runde Ausstecher hat meist einen Durchmesser von 5 cm und mehrere Zacken rundherum. Den ausgestochenen Teig nun auf ein befettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei uns hatten 30 Teig-Plättchen auf einem Blech Platz. Diese wurden in der Mitte des Rohres geschoben und bei starker Mittelhitze (ca. 200°) für 10-15 min gebacken. Achtung: am Anfang kann es etwas länger brauchen bis die Kekse knusprig braun sind, danach geht es erfahrungsgemäß etwas schneller!

Nach dem Erkalten werden je zwei Scheiben mit (selbstgemachter) Mariellenmarmelade bestrichen und zusammengesetzt. Dabei ist zu achten, dass die Plätzchen Zacken auf Zacken liegen!

Abschließend werden die zusammengesetzten Plätzchen noch mit der flüssigen Tortenglasur überzogen und mit gehackten Pistazien verziert. Tipp: wir haben unsere Glasur selber aus einer Mischung von Bitter-Kochschokolade, Vollmilchschokolade und etwas Butter hergestellt. Diese über einem Wasserbad erhitzt und gut verrührt. So kann man die Glasur nach Geschmack etwas anpassen.

Bevor die „Ischler-Törtchen“ in eine Keksdose zur Aufbewahrung gegeben werden, sollten die Kekse ein paar Stunden kühl zum Trocknen gelagert werden. Danach lässt es sich einfach besser stapeln. Jedoch kann man zwischen den Keksen eine Lage Backpapier geben.

Das war nun mein Lieblings-Rezept! Mal sehen wie viele Sorten wir in diesem Jahr noch bis Weihnachten schaffen – so durchschnittlich sind es immer um die 15 Blechdosen in verschiedenen Größen die am Balkon „versteckt“ sind. Umso mehr Sorten, umso bunter wird der Keksteller beim adventlichen Kaffeekränzchen.

Heute haben wir bereits „Linzer-Augen„, „Rumkugeln“ und „Vanille-Kipferl“ geschafft. Für morgen stehen noch „Lebkuchen„, „Kokusbusserl“ und „Kokuskuppeln“ am Plan. Und in den nächsten Tagen vielleicht „Zwicker-Bussi„, „Nussecken„, „Raffaelo-Kugeln„, „Eisenbahner“ „Amarena-Kugeln„, und und und….

Ich wünsche Euch jedenfalls viel Spaß beim Kekserl backen. Und falls ihr es selber keine Keksbäcker seid, schaut doch bei einem der Adventsmärkte im Tennengau vorbei. Dort gibt es immer leckere selbstgemachte Weihnachtskekse zu kaufen.

Barbara
Grias Enk!

Ich heiße Barbara Lackner, komme aus Puch – genauer gesagt aus St. Jakob am Thurn – und ich bin in der Genuss- & ErlebnisRegion Tennengau viel unterwegs. Privat, sowie auch beruflich als Mitarbeiterin im Gästeservice Tennengau. Besonders gerne berichte ich über die zahlreichen Genuss- & ErlebnisFeste, einzigartigen Ausflugsziele und schmackhaften GenussPunkte in der Region. Mir liegt neben dem Tourismus, auch die Volkskultur am Herzen. Als Bauerndirndl, langjähriges Mitglied des Trachtenvereins D`Puachstoana und ehemalige Schützen-Marketenderin der historischen Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn, lebe und gestalte ich die traditionellen Bräuche im Salzburger Land mit. Zudem bin ich seit Dezember 2014 Mutter eines Sohnes und viel mit dem Kinderwagen (TFK Joggster III 12´) oder dem Tragetuch in der Region unterwegs. Ich freue mich von meinen Tätigkeiten zu berichten und hoffe, dass Euch meine Geschichten gefallen.

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