Vom hässlichen Entlein zum prächtigen Schwan

Kleines Waldrapp Kücken © Waldrappteam
Kleines Waldrapp Kücken
© Waldrappteam

Auf den ersten Blick ist er ein etwas unförmiger, schwarzer Vogel. Gerade die Küken sehen in den ersten Wochen ganz schön zerrupft aus. Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch: Der Waldrapp besitzt in Wirklichkeit eine bunt schillernde Federpracht.

Grund für mich genug, mehr über den zutraulichen Zeitgenossen im Tennengau zu erfahren… Also auf ins Waldrapp-Gehege und in das Museum Kuchl!

Waldrapp müsste man sein!

Zumindest heutzutage. Vor ca. 400 Jahren wäre das sicher kein so tolles Schicksal gewesen, denn zu dieser Zeit wurde der Waldrapp von den Menschen in Europa ausgerottet. Somit ist er nun einer der seltensten Vögel der Welt. Und so wird er auch behandelt.

Anne und Corinna vom © Waldrappteam
Anne und Corinna vom
© Waldrappteam

Kommt ein kleines Küken in einem Zoo zur Welt, beginnt nach wenigen Tagen bei den Eltern das aufregende Leben bei den Menschen. Genauer gesagt, bei Anne und Corinna vom Waldrappteam, welches sich die Wiederansiedlung des Waldrapp in Europa zur Aufgabe gemacht hat. Anne und Corinna kümmern sich als Ziehmütter liebevoll um ihre gefiederten Schützlinge und bereiten sie im Trainingscamp in Seekirchen am Wallersee auf den langen Flug nach Italien vor. Aber bis es im späten Sommer soweit ist, wird den ganzen Tag gekuschelt, geknabbert und gespielt. Hier können auch Besucher gern zuschauen. Beim Gehege am Georgenberg bei uns in Kuchl können die bereits erwachsenen Vögel, die schon selber brüten, besichtigt werden.

Sonderausstellung und Gehege-Führungen

Genau dieses Gehege habe auch ich erkundet. Da die Tierchen sehr neugierig und zutraulich sind, kann man hier die Vögel tatsächlich aus nächster Nähe beobachten – einfach putzig. 🙂 Deswegen ist der Spaziergang zum Georgenberg eine nette Abwechslung. Eine Führung vor Ort kann man jederzeit mit dem Waldrappteam unter +43 (0) 660 50 33 511 oder info@waldrapp.eu vereinbaren.

Direkt im Anschluss ging es dann zum Museum selbst. Hier kann man die neue Sonderausstellung bis 26. Oktober 2016 besichtigen. Und ich muss sagen, mit der neuen Ausstellung zeigt sich auch das Museum Kuchl in neuen Facetten: Echtzeit-Kamera und Leichtflugzeug sind nur zwei der Highlights der diesjährigen Ausstellung. Mit letzterem fliegen die menschlichen Mamas der von Hand aufgezogenen Vögel bis in die Toskana, um ihnen den Weg zu zeigen. Da musste ich natürlich auch gleich Probe sitzen. Aber ob ich mich damit in die Luft trauen würde? Ich bin mir nicht ganz sicher… ; )

Bei einem bin ich mir aber sicher: Vor der Web-Cam könnte ich stundenlang stehen und den Vögelchen beim Putzen, Spielen und Schlafen zuschauen. Super-interessant war außerdem, mit dem Tablet die Bewegungsdaten der in Europa nistenden Tiere nachzuvollziehen und mehr über Remus und Co. zu erfahren. Wusstet ihr, dass schon die Ägypter diesen Vogel verehrt haben? Oder könntet ihr einen alten von einem jungen Vogel unterscheiden?

Kleiner Tipp zum Start in die Ausstellung: Text und Bilder werden voneinander getrennt dargestellt. Das war anfangs etwas ungewohnt, aber im Nachhinein ganz super. So hatte ich das Gefühl, dass ich die einzelnen Inhalte besser wirken lassen konnte. Also die Treppe runter geradeaus findet ihr die Infos, zu welchen das Bildmaterial rundherum im Raum zum Entdecken einlädt – schaut es euch selbst an! Sehr interessant ist auch das Video zur Aufzucht der Vögel und über die Arbeit des Waldrappteams!

Hier geht´s zum Museum Kuchl und zum Waldrapp-Gehege am Georgenberg:

Jana
Hallo, mein Name ist Jana – ich komme quasi aus dem „hohen Norden“, fühle mich aber nach mehreren Jahren in meiner Wahlheimat Österreich schon richtig „dahoam“.  In den schönen Tennengau hat es mich durch mein Studium an der FH Salzburg verschlagen und ich bin froh – vom ersten Moment an begeistert von der landschaftlichen Idylle – mit der Region auch nach meinem Abschluss durch die Tätigkeit beim Tourismusverband Kuchl verbunden zu bleiben. In meiner Freizeit zieht es mich in die Natur, die ich auf dem Rücken meines Pflegepferdes in vollen Zügen genieße. Außerdem ist mein Element das Wasser, weswegen mich die wundervollen Seen und Badeplätze in und um Kuchl besonders beeindrucken.

Ich sehe Kuchl und den Tennengau als „Zuagroaste“ sicher aus einer etwas anderen Perspektive und freue mich darauf, diese mit euch über diesen Blog teilen zu können!

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