Naturdenkmal sorgt für Abkühlung

Selfie-Familie am Gollinger Wasserfall
Selfie-Familie am Gollinger Wasserfall

Einer der beliebtesten Fotopunkte im Tennengau – meiner Meinung nach – ist der Gollinger Wasserfall. Kein anderes Motiv findet man so oft auf Instagram & Co. Aber kein Wunder – schon für bekannte Maler im 18. Jahrhundert, wie Andreas Nesselthaler war es ein beliebtes Motiv. Das Naturdenkmal ist einfach einzigartig im Salzburger Land. Auch wo wir am Wasserfall standen, sahen wir viele kreative Schnappschüsse. Einige hatten sogar eine Selfie-Stange dabei um sich und die ganze Familie gut auf das Bild zu bekommen.

Ich war schon öfters beim Gollinger Wasserfall und habe es dieses Mal mit meinem Sohn in der Rückentrage getestet. Und ich muss sagen, es ist wirklich für JEDEN Naturliebhaber etwas dabei. Egal ob man nur kurz Zeit hat und sich den Wasserfall von herunten aus der Nähe ansehen will, oder die ausgiebige Wanderung bis zur Quelle macht. Es lohnt sich auf alle Fälle. Besonders interessant waren auch die zahlreichen Begegnungen und kurzen Gespräche mit den entgegenkommenden Besucher. Sprachen aus aller Welt hörte man auf der Tour. Vom Kleinkind bis hin zu den Senioren, auch Hunde traf man am Weg.

Wegbeschreibung zum Gollinger Wasserfall

Gollinger Wasserfall
Zum Gollinger Wasserfall

Vom nahe gelegenen Gratis-Parkplatz, vorbei am Kassahaus führt der gut präparierte Weg nur mit einer leichten Steigung zum Wasserfall. Kurz zuvor scheint auch noch eine alte Mühle am Bach durch die Bäume. Zur Sicherheit kann man sich am Geländer auch gut festhalten. Ab und zu muss man halt mal stehen bleiben um die entgegenkommenden Besucher vorbei zulassen. Aber die kurzen Pausen machen rein gar nichts, so sieht man viel mehr von der einzigartigen Natur hier am Wasser. Und wenn man doch mal außer Puste kommt, fällt es nicht so leicht auf 🙂 Eine Fahrt mit dem Kinderwagen ist hier jedoch nicht möglich, daher auch der Besuch mit der Rückentrage.


Wenn man dann so vor dem tosenden Wasserfall steht, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einfach faszinierend wie die Wassermassen von oben herunter schießen. Angenehm – besonders bei heißen Sommertagen – ist der feine Wasserstaub, der für Abkühlung sorgt.

Viele machen hier wieder kehrt und denken den Wasserfall schon gesehen zu haben. Ja schon irgendwie, aber wenn es die Beweglichkeit zulässt sollte man zumindest auf die Regenbogenbrücke hochgehen, die man von hier unten aus schon gut sehen kann. Denn hier gibt es noch viel mehr. Mehr vom Wasserstaub und noch mehr Einblicke in die herrliche Natur. Also weiter im Schritt. Und immer weiter hinauf in Richtung Ursprungsquelle.


Bei der Regenbogenbrücke angelangt ist Vorsicht geboten! Durch den vielen Wasserstaub ist es hier etwas rutschig. Auch der Weg ist teilweise etwas enger mit tieferen Stufen und man sollte die kleineren Kindern schon an der Hand nehmen. Auf der Brücke ist es herrlich erfrischend und wenn man etwas länger stehen bleibt kann man auch ganz schön nass werden. Und wenn man den Weg bis hier her schon gegangen ist, sollte man ihn auch bis zu Ende gehen. Von hier aus sind es nur mehr 10 Minuten bis zum Hexenkesselsteg und weitere 2 Minuten zur Quellhöhle.


Die vielen Stufen bis zur Quelle und dem Steg lohnen sich wirklich! Von dort hat man nicht nur einen herrlichen Blick auf das Tennengauer Salzachtal sondern auch auf die spätgotische Nikolauskirche unten in Golling Torren. Doch besonders aufregend ist hier das laute Rauschen des Wassers, so nah an dem Wasserfall. Hier sollte man mal tief durchatmen und einfach nur genießen.

Zahlen & Fakten: der Gollinger Wasserfall…

  • wird auch Schwarzbachfall genannt
  • fällt 75 Höhenmeter auf zwei Fallstufen in die Tiefe
  • ist im Ortsteil Torren rund 3 Kilometer vom Ortszentrum von Golling entfernt
  • kann von Mai bis Oktober besucht werden
  • bietet kostenlose Parkplätze und Fahrräder können direkt vor dem Eingang abgestellt werden
  • kostet für Erwachsene € 2,50 und für Kinder von 6 bis 14 Jahre € 1,50
  • ist lokale Zubringer- bzw. Abzweiger von einer SalzAlpenTour
Mein Wandertipp: Wenn ihr noch weiter Wandern wollt, dann nehmt den Wiesenweg beim Torrenerhof Richtung Wald. Vorbei an der romantischen Bachteikapelle führt der Weg links ins Bluntautal. Beim Gasthof Göllhof vorbei erreicht ihr die Bluntauseen vom Gollinger Wasserfall ausgehend in 1-2 Stunden.

Mein Fazit vom Gollinger Wasserfall

Wer gerne Zeit in der Natur verbringt ist hier am Gollinger Wasserfall genau richtig! Preis-Leistung ist Top! Der Weg ist gut zu gehen und wenn es jemand zu steil wird oder zu anstrengend, sind viele Rastbänke am Rand vorhanden. Und man kann jederzeit wieder umkehren. Mit den ganzen Pausen zum Fotografieren und Genießen sind wir rund 2 Stunden unterwegs gewesen. Zur Rast laden auch die nahe gelegene Gastronomie ein. Der Gasthof Abfalter und der Landgasthof Torrenerhof laden im gemütlichen Gastgarten zum Verweilen ein. Also Wanderschuhe an und auf nach Golling!

Hier geht`s zum Gollinger Wasserfall:

Barbara
Grias Enk!

Ich heiße Barbara Lackner, komme aus Puch – genauer gesagt aus St. Jakob am Thurn – und ich bin in der Genuss- & ErlebnisRegion Tennengau viel unterwegs. Privat, sowie auch beruflich als Mitarbeiterin im Gästeservice Tennengau. Besonders gerne berichte ich über die zahlreichen Genuss- & ErlebnisFeste, einzigartigen Ausflugsziele und schmackhaften GenussPunkte in der Region. Mir liegt neben dem Tourismus, auch die Volkskultur am Herzen. Als Bauerndirndl, langjähriges Mitglied des Trachtenvereins D`Puachstoana und ehemalige Schützen-Marketenderin der historischen Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn, lebe und gestalte ich die traditionellen Bräuche im Salzburger Land mit. Zudem bin ich seit Dezember 2014 Mutter eines Sohnes und viel mit dem Kinderwagen (TFK Joggster III 12´) oder dem Tragetuch in der Region unterwegs. Ich freue mich von meinen Tätigkeiten zu berichten und hoffe, dass Euch meine Geschichten gefallen.

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