Wandergenuss auf höchstem Niveau

Käse und Wein auf der Rocheralm
Käsegenuss auf der Rocheralm

Unzählige Male war ich bereits auf der Rocheralm im Lammertal zu Gast. Jedesmal ein wirklicher Genuss. Sei es die atemberaubende Aussicht auf die Bergwelt, die gemütliche Almhütte oder die köstlichen Schmankerl die uns Bäuerin Maria Quehenberger immer wieder auftischt. Nun wird es endlich mal Zeit für einen ausführlichen Bericht für Euch – und die Kamera war natürlich mit dabei!

Dieses Mal testete ich mit Freundinnen und unseren kleinen Jungs das Almfrühstück. Und mein Fazit: einfach super lecker und gemütlich, große Auswahl für die kleine Familienkasse und toll für Kids! Aber nun von Anfang an – wo ist die Rocheralm eigentlich?

Anreise zur Rocheralm

Mehrere Wege führen nicht nur nach Rom sondern auch zur Rocheralm auf 1085 Höhenmeter. Für Wanderhungrige empfehle ich die Wanderung über die Au. Vor dem Abtenauer Ortskern biegt man rechts nach der Billa in Richtung Gasthof Aumühle ab, die man nach rund 2 Kilometern erreicht und rechts davon vorbei fährt. Nach 3 Brücken und wiederum rund 2 Kilometern kann man hier rechts bei der Schotterstraße die Autos stehen lassen. Mit dem (geländetauglichen) Kinderwagen ist der befestigte Forstweg gut begehbar und in rund 60 bis 90 Minuten ist die Alm gemütlich erreicht. Wer es lieber noch etwas sportlicher mag, biegt gleich unten rechts über die Holzbrücke in Richtung Seitenalm ab. Da der Weg teils steil und schlechter begehbar ist (für Kinderwagen nicht möglich), bevorzuge ich als GenussWanderer eher die gemütlichere Route über den Forstweg. Auch wenn der Blick auf die Wieswand hier einmalig ist, hat mir die sportliche Variante einmal gereicht – aber jeder wie er kann und mag 🙂

Es geht jedoch noch viel einfacher – mit dem Auto bis zur Hütte! Im Ortsteil Voglau (von Salzburg kommend, vor Abtenau) biegt man rechts ab und fährt gleich nach dem Voglauerhof rechts den Berg hoch. Nach rund 5 Kilometern kann man das Auto etwas unterhalb der Hütte parken. Vom Parkplatz kommt man auf den Forstweg, der von der Au heraufführt und ist in rund 10 Minuten auf der Rocheralm. Es gibt auch ein paar Parkplätze direkt vor der Hütte, aber da ruft man sicherheitshalber vorher kurz an und fragt nach ob genügend Platz ist.

Wandertipp von der Alm: Die Rocherhöhe direkt oberhalb der Rocheralm erwandert man (ohne Kinderwagen) am Wanderweg in rund 20 Minuten. Oben angekommen wird man mit einem einmaligen Weitblick, dem 2009 errichteten Gipfelkreuz mit Sitzgelegenheit und einer biotopähnlichen Landschaft überrascht. Wenn man bis nach vorne geht, sieht man die Rocheralm-Hütte von oben!

Ich habe bereits jede Variante genutzt und wähle die Anreise je nach Wetter, Wanderlust und Zeit aus. Dieses Mal nahmen wir den einfachsten Weg mit unseren Kids und parkten direkt vor der Hütte.

Warme Stube und schlemmen was das Herz begehrt!

Bäuerin Maria Quehenberger am Herd
Bäuerin Maria Quehenberger am Herd

Die herbstliche Stimmung am Morgen zog uns in die warme Stube! Dort erwartete uns schon ein reichlich gedeckter Frühstückstisch. Eine Holzplatte mit Almbutter, Schinken, Speck, Gemüse, Frischkäse und Schnittkäse, zwei Kannen mit Kaffee und Hollersaft, verschiedene Marmeladen und Honig, sowie selbstgemachtes Bauernbrot. Alle Produkte werden ausschließlich selbst produziert oder von Salzburger Bauern bezogen. Nichts kommt aus dem Supermarkt! Den Almkäse bezieht die Bäuerin zum Beispiel von der Dorfkäserei Pötzelsberger aus Adnet!

Aber das Frühstück war zu unserem Staunen noch nicht komplett. Aus der Küche brachte uns Maria eine große Pfanne mit einer Eierspeise mit Speck und zum Abschluss noch eine große Schüssel Naturjoghurt mit Früchten und Nüssen. Was soll ich sagen – es war einfach ein Genuss und von allem reichlich vorhanden! Auch ein Gläschen Prosecco war bei dem Preis von 13,50 Euro pro Person dabei. Wie es auf der Webseite steht – hier geht wirklich niemand hungrig nach Hause.

Wir Mütter schlemmten gemütliche 2 Stunden vor sich hin und die Kleinen waren mit dem Spielzeug von der Alm bestens versorgt. Auch ein Hochstuhl ist vorhanden, so konnte mein Kleiner in Ruhe mit uns Essen.

Und am urigen Holzofen kochte bereits die leckere Rindssuppe für den Suppentopf, den ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Also wenn wir nicht zum Frühstücken hier gewesen wären, hätte ich mir sicher die lecker Suppe schmecken lassen (wie sonst immer wenn ich zu Besuch bin).

Bevor man sich wieder auf dem Nachhauseweg begibt, sollte man sich in und um die Hütter herum umsehen. Die Hütte ist mit sehr viel Liebe fürs Detail dekoriert und hinter dem Haus warten ein paar Hasen auf die kleinen Besucher. Doch vor allem der Blick auf das Tennengebirge und die Bischofsmütze ist wunderbar.

Ein Blick ins Bilderarchiv

Felix Gottwald auf der Rocheralm
Felix Gottwald auf der Rocheralm

Da es ja nicht mein erster Besuch auf der Rocheralm war, habe ich meine Ordner durchsucht und noch einige tolle Bilder aus den letzten 4 Jahren für Euch gefunden. Ob Almkäsefest, GenussWochen-Veranstaltung, Heimatabend oder die einmalige Jodelwanderung mit Felix Gottwald. So viele tolle Erinnerungen verbinde ich mit der Alm und da bin ich sicher nicht die einzige! Ich kam und komme immer wieder gerne auf die Rocheralm – zur Familie Quehenberger vom Rocherbauer aus Abtenau.

Egal ob Frühjahr, Sommer oder Herbst, bei Sonnenschein oder nebeligen Dauwetter, zum Frühstück oder Almjause – ein Besuch bei der Rocheralm ist immer empfehlenswert. Und wer mal etwas länger bleiben will kann nach Anmeldung auch die Übernachtungsmöglichkeit nutzen (bis zu 25 Personen). Wer dieses Jahr noch auf die Alm will muss sich beeilen, wiel der „Summa is boid umma“.

Hier geht`s zur Rocheralm im Lammertal:

Barbara
Grias Enk!

Ich heiße Barbara Lackner, komme aus Puch – genauer gesagt aus St. Jakob am Thurn – und ich bin in der Genuss- & ErlebnisRegion Tennengau viel unterwegs. Privat, sowie auch beruflich als Mitarbeiterin im Gästeservice Tennengau. Besonders gerne berichte ich über die zahlreichen Genuss- & ErlebnisFeste, einzigartigen Ausflugsziele und schmackhaften GenussPunkte in der Region. Mir liegt neben dem Tourismus, auch die Volkskultur am Herzen. Als Bauerndirndl, langjähriges Mitglied des Trachtenvereins D`Puachstoana und ehemalige Schützen-Marketenderin der historischen Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn, lebe und gestalte ich die traditionellen Bräuche im Salzburger Land mit. Zudem bin ich seit Dezember 2014 Mutter eines Sohnes und viel mit dem Kinderwagen (TFK Joggster III 12´) oder dem Tragetuch in der Region unterwegs. Ich freue mich von meinen Tätigkeiten zu berichten und hoffe, dass Euch meine Geschichten gefallen.

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