So schön ist der Wander-Herbst im Tennengau

Jeden Tag sehe ich sie – egal ob vom Büro oder von meinem Balkon aus – meine Hausberge, den „großen“ und „kleinen“ Barmstein. Im Tennengau auch umgangssprachlich so schön „Barmstoana“ genannt. Unzählige Male war ich diesen Sommer bereits oben und habe dich Aussicht genossen. Für mich persönlich ist der große Barmstein mein absoluter Energie- und Logenplatz. Die Sonne lacht und wieder packt mich die Wanderlust – kommt mit und begleitet mich auf meiner Wanderung auf die Barmstoana…

Anfahrt zum Wandergenuss Barmsteine:

Wie bei den meisten Wanderungen, gibt es auch hier verschiedene Ausgangs- und Anfahrtmöglichkeiten. Ich fahre von Hallein Richtung Kaltenhausen und biege davor rechts ab auf die Dürrnbergstraße, Richtung Salzwelten Hallein. Anschließend fahre ich rund einen Kilometer Richtung Bad Dürrnberg. Hier befinden sich sowohl links als auch rechts neben der Straße kostenlose Parkmöglichkeiten.

Wegbeschreibung zum kleinen und großen Barmstein

Wegbeschilderung Barmsteine
Wegbeschilderung Barmsteine

Mehrere Wanderwege führen auf die Barmsteine. Ich entschied mich für den Weg über die Ruine Thürndl, welcher meiner Meinung nach auch der Schönste ist (Dauer ca. 30 Minuten)! Wenige Meter nach der Abzweigung des Kleinkirchentalweges und am Domenigweg vorbei steigt man bei einer gelben Informationstafel über Holzstufen in den Wald und folgt dem Alois Oedl Steig (Weg Nr. 459) zur Ruine Thürndl. Auf dem Weg dorthin kommt mir auch das eine und andere SalzAlpenSteig – Schild unter. Das heißt, dass wir uns hier auch auf einem premierten Weitwanderweg befinden. Der vom Chiemsee über Salzburg bis zum Hallstättersee führt.

Die Ruine wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jhdt. errichtet und diente damals zur Grenzüberwachung – ein kurzer Abstecher für ein Foto lohnt sich. Von dort sind es ca. noch 15 Minuten durch den Wald bis zum Café Barmstoa. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Kletterwand (Südgrat II+III) des kleinen Barmstein! Entlang des Wildgeheges führt der Weg wieder in den Wald – hier stellt sich dann nach kurzer Zeit für mich die Frage – großer oder kleiner Barmstein zuerst? Ich zog dieses Mal den kleinen Barmstein vor.

Wanderung zur schönen Aussicht: kleiner Barmstein (838 m)

Blick auf den kleinen Barmstein
Blick auf den kleinen Barmstein

Der Anstieg zum kleinen Barmstein erfolgt anfangs über eine Treppe. Weiter oben ist es manchmal ein wenig zum Kraxeln. Aber nachdem alles sehr gut mit Seilen gesichert ist, habe ich hier keine Bedenken. Einen kurzen Blick werfe ich natürlich auf die Kletterwand – heute hängen leider keine Kletterer für ein Foto drinnen…

Nach ca. 20 weiteren Minuten erreichte ich den „Gipfel“ – nicht irritieren lassen, wenn ihr hier statt einem Gipfelkreuz einen Maibaum findet. Dieser wird traditionell seit Jahren am 1. Mai aufgestellt und ist so in der Art auch etwas Einzigartiges!

Die Aussicht ist gewaltig – Blick auf die Osterhorngruppe, das Tennen- und Hagengebirge, den Watzmann, Göll, Hochkalter, Untersberg und auf den großen Barmstein, einfach traumhaft schön. Auf der Sitzbank lässt es sich gut verweilen und ich genieße die Ruhe um mich herum. Bevor ich die Zeit ganz vergesse packe ich aber wieder meine Sachen, denn ich will euch ja auch noch meinen persönlichen Logenplatz, den großen Barmstein zeigen. Kommt mit!

Wieder herunten vom kleinen Barmstein (selber Abstieg) folgt man dem Schild weiter Richtung großer Barmstein (Gehzeit zum Einstieg ca. 10 Minuten).

Und weiter geht es auf den großen Barmstein (851 m)

Blick vom kleinen auf den großen Barmstein - mit Gaisberg im Hintergrund
Blick vom kleinen auf den großen Barmstein – mit Gaisberg im Hintergrund

Der Aufstieg zum “Großen” ist anfangs mit einem Seil gesichert. Später steigt man über einen ausgetretenen Steig weiter auf. Im Gegensatz zum kleinen Barmstein – ist es hier weniger gesichert. Festes Schuhwerk, vor allem bei Nässe, ein MUSS! Nach ca. 20 Minuten erreichen in den Gipfel – dieses Mal mit Gipfelkreuz.

Ich persönlich gehe lieber auf den großen Barmstein, denn hier habe ich meinen ganz persönlichen Logenplatz – der Blick auf den kleinen Barmstein, die Altstadt Hallein und die umlegende Bergwelt – für mich immer wieder ein Platz zum Kraft- und Energie tanken…

Der Abstieg ist wieder der Selbe, es geht zurück Richtung kl. Barmstein bzw. weiter Richtung Café Barmstein. Für den letzten Abschnitt hat man 2 Optionen zur Auswahl:

  1. wieder den Waldweg zurück über die Ruine Thürndl
  2. oder man hält sich rechts und wandert über die Wiese. Die letzten ca. 10 Minuten sind entlang einer Asphaltstraße zurückzulegen

Sind die Barmsteine für Kinder geeignet?

Der erste Abschnitt vom Parkplatz über die Ruine Thürndl zum Café Barmstoa ist ein netter Waldspaziergang für und mit Kindern. Die Barmsteine an sich erfordern aber auf alle Fälle Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kraxelfreudigkeit bei Kindern.

Ein Paradies für Kletterfreunde:

Vor allem bei Kletterern sind die Barmsteine ein beliebtes Ziel. Der Schwierigkeitsgrad des kleinen Barmstein liegt bei II bis III-, der große Barmstein hingegen ist klettertechnisch wesentlich anspruchsvoller. Für mich persönlich unfassbar, wie man diese schroffen Felswände hochklettern kann. Aber wer weiß, vielleicht fange ich ja auch noch zu klettern an und erhalte so eine ganz neue Perspektive über meine geliebten Barmsteine. Hier ein tolles Video von der SalzburgerLand Tourismus – „Klettern auf den kleinen Barmstein“.

Meine persönlichen Tipps bzw. Anregungen:

  • Dauer der Wanderung zum kleinen und großen Barmstein ca. 2,5 Stunden
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist erforderlich
  • Festes Schuhwerk nicht vergessen!
  • Ausreichend Trinken und bei Bedarf eine kleine Jause mitnehmen
  • Bei nassen Bedingungen nicht empfehlenswert – hier kann der Abstieg bei den vielen Wurzeln und Steinen sehr rutschig werden!
  • Einkehrmöglichkeit Hofbräu Kaltenhausen oder Café Barmstoa

TIPP FÜR FRÜHAUFSTEHER: besonders traumhaft ist es in der Früh zum Sonnenaufgang – hier hole ich mir meine Kraft für den Arbeitstag…

Und, auch Lust auf eine Wanderung auf die Barmsteine bekommen?

Weitere Vorschläge für Eure nächste Wanderung in Salzburg findet ihr in der interaktiven Tennengauer Tourenkarte.

Hier geht`s zu den Barmsteinen in Hallein-Bad Dürrnberg:

Elisabeth
Hallo – es freut mich, dass Ihr auf dieser Seite vorbei schaut ? Ich darf mich kurz vorstellen – mein Name ist Elisabeth, komme aus Oberalm und bin beruflich seit 2014 beim Gästeservice Tennengau tätig. Als gebürtige Tennengauerin freut es mich besonders, euch über die zahlreichen Veranstaltungen, kulinarischen Schmankerl und die einzigartigen Ausflugsziele in der „Genuss & Erlebnis Region Tennengau“ informieren zu dürfen. Privat liebe ich die Natur – egal ob Mountainbiken, Wandern, Skitourengehen oder einfach nur auf einer unserer schönen KäseAlmen eine leckere Almjause verdrücken – ich find mir in jeder Jahreszeit eine Beschäftigung… Neugierig geworden? Ich freue mich drauf, euch von den unzähligen Facetten des Tennengaus zu berichten.

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