Die Anna- und St. Rupertquelle im Lammertal

Wisst ihr eigentlich, dass es in Abtenau ein „Heilwasser“ gibt. Bei der Anna- und St. Rupertquelle handelt es sich um ein Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat Mineralwasser, dass im Ortsteil Hallseiten entspringt. 1863 wurden diese Quellen von einem Förster entdeckt, bereits 1871 wurde ein Bad mit dem Namen „Hantlhof“ (später „Zwieselbad“) errichtet, welches 1913 restauriert und öffentlich für Trink- und Badekuren zugänglich gemacht wurde. Leider wurde das Wasser nach dem Krieg nicht mehr so richtig genutzt und das Bad geriet nach dem Krieg in Vergessenheit, wie so viele andere Kurbäder auch.

Das bitter-salzige Wasser eignet sich besonders für Inhalationen, Trinkkuren und für Badeanwendungen. Viele Einheimische holen sich das Wasser von der öffentlichen Quelle und verwenden es nach eigenem Ermessen.

Baden im Jungbrunnen

Im Zuge des Interreg-Projekts „Trail for Health Nord“ wird nun das Abtenauer Heilwasser medizinisch getestet. Gemeinsam mit Bad Reichenhall, Bad Wiessee (Tegernsee) und Abtenau (Tennengau) wird durch den Leadpartner Paracelsus Medizinische Universität eine sogenannte Jungbrunnen-Studie durchgeführt. 150 Probanden zwischen 65 und 85 Jahren machen bei der Studie mit. Eine Woche Aktivurlaub mit Badeanwendungen im Heilwasser nach den täglichen Wanderungen soll das Immunsystem nachhaltig verbessern. Die Testteilnehmer sind aufgeteilt in zwei Gruppen: die Jungbrunnen- und Kontrollgruppe. Beide Gruppen werden am 1. und am 7. Tag medizinisch in der Christian-Doppler-Klinik untersucht. Danach erfolgt noch am 60. und 180. Tag eine Nachuntersuchung, wo auch die Nachhaltigkeit der Studie gemessen wird.

Die Kontrollgruppe genießt einen klassischen Kultururlaub in der Region, also mit Ausflügen nach Hallstatt, Bio-Käserei Fürstenhof, Salzbergwerk Hallein, Domquartier Salzburg und eine Führung auf der Burg Golling. Im Gegensatz dazu erhält die Jungbrunnengruppe eine Woche Aktivurlaub, das heißt, geführte Wanderungen, Bergtouren und Nordic Walking Touren mit anschließender Badeanwendung. Da Abtenau jedoch keine Badeeinrichtung besitzt, wurde im Heimatmuseum Arlerhof  eine tolle provisorische Badeanstalt errichtet, wo die Testteilnehmer gemütlich im „rusitkal-romantischen“ Ambiente ihr Bad nach der Wanderung genießen.

Wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse der Jungbrunnenstudie! Ende dieses Jahres wird die PMU die Ergebnisse den Partnern präsentieren, dann werden im Zuge des Projekts noch weitere Maßnahmen gesetzt um das Heilwasser auch zu nutzen und verschiedenste Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Besonderer Dank für die Umsetzung im Heimatmuseum Arlerhof geht an den Museumsverein Abtenau,Installationen Höll und Elektro Eder, die uns eine Badeeinrichtung im Arlerhof ermöglicht haben. Ebenso an die Hoteliers und Vermieter, die der Studie kostenlose Unterkünfte zur Verfügung stellen.

Hier geht´s zum Heilwasser Abtenau und zum Heimatmuseum Arlerhof:

Petra
HALLO! Mein Name ist Petra und ich komme aus dem sonnigen Abtenau im Lammertal. Seit November 2013 bin ich im Tourismusverband Abtenau tätig. Nach einigen Winter- und Sommersaisonen im Ausland und in verschiedenen Ortsteilen Österreichs hat es mich schlussendlich nach Hause zurück verschlagen. Weil´s daheim ja doch am Schönsten ist

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